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  VCD   
Der Stadtteilspaziergang Südstadt startete am Werderplatz (oben) und fand Hindernisse (unten); Fotos: Elisabet Loris-Quint, Tempo7

Wo geht man besser?

Tempo7, die Karlsruher Fußverkehrsinitiative, hat sich zum Auftakt des zweiten Jahres nach der Gründung gleich wieder am Grötzinger Klimatag (25.4.26) beteiligt, wieder am Stand des VCD, der in der Mühlstraße aufgestellt war. Bei unserer ersten öffentlichen Aktion am 9.5.25 an der Haltestelle Karlstor/Bundesgerichtshof hatten wir die Teilnehmenden auf einer 2 km langen Spaziertour hautnah mit den Problemen des Fußverkehrs im Baustellenbereich der Kriegsstraße konfrontiert (s. u&v 2/25 S. 16—18). Mit Blick auf das Ergebnis dieser ersten Aktion haben wir uns entschieden, in diesem Jahr die Situation des Fußverkehrs in Karlsruhe systematisch zu erfassen. Nur im detaillierten Vergleich lassen sich allgemeine Aussagen und stadteilbezogene Besonderheiten des Fußverkehrs herausarbeiten. Mit dieser Zielsetzung veranstalten wir unter dem Motto „Wo geht man besser?“ im Sommer und Herbst 2026 Fußwege-Checks in mehreren Stadtteilen.

Ab Juni ist monatlich ein Fußwege-Check geplant, immer an einem Samstag um 16.00 Uhr. Wir laden die Karlsruher Stadtgesellschaft ein, uns rund anderthalb Stunden lang auf den ca. 2,5 km langen Touren zu begleiten. Um die Tour am Ende noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen, ist ein Abschlusshock vorgesehen. Treffpunkt ist jeweils an einem zentral gelegenen, gut bekannten Platz. Bislang waren wir in der Südstadt (20.6.) mit Treff am Werderplatz und in der Weststadt (18.7.) mit Treff am Gutenbergplatz.

Die nächsten Fußwege-Checks werden in der Oststadt (15.8., Karl-Wilhelm-Platz) und in der Innenstadt-West (12.9., Treffpunkt offenEcke Herren-/Kriegsstraße) stattfinden. Datum und Treff für die abschließende Tour in Durlach sind wegen der ÖPNV-Baumaßnahmen, die bis zum 25.10. andauern, noch offen. Möglicherweise gibt esEs gibt im Oktober eine Tour in Grötzingen (17.10., Rathaus), bevor die Tour in Durlach die Serie im November abschließt — mit der Möglichkeit auch den Faktor Beleuchtung zu testen. Alle Touren werden rechtzeitig auf unserer Homepage angekündigt: tempo7.de

Bei jeder Tour stehen sieben Themen im Fokus, die wir an rund einem Dutzend Stationen abprüfen. Es geht dabei einerseits um das Gehen im öffentlichen Raum im Allgemeinen und andererseits um den Fußverkehr als einer nachhaltigen Verkehrsart neben und mit dem Radverkehr, ÖPNV und Carsharing. Zur Planung des Streckenverlaufs der Fußwege-Checks verwenden wir zwei digitale Karten. Zum einen die laufend aktualisierte Karte der openstreetmap community — diese Karte zeigt wichtige Details wie Fahrradabstellplätze, Trinkwasser-Brunnen oder Straßenquerungen — zum anderen das Mobilitätsportal der Technologieregion Karlsruhe

Das Gehen im öffentlichen Raum prüfen wir an drei Themen:

Bis hier haben wir den Fußverkehr als nachhaltige Verkehrsart im öffentlichen Raum betrachtet, ohne Interaktion mit anderen Verkehrsarten. Zu den nachhaltigen Verkehrsarten zählen neben dem Fuß- und Radverkehr (Aktive Mobilität) der ÖPNV und für Situationen, in denen ein Auto tatsächlich unabdingbar ist, das Carsharing. Laut Angabe der Stadt Karlsruhe*) weist Karlsruhe aktuell die höchste Carsharing-Dichte aller deutschen Großstädte auf. Das Management dieser nachhaltigen Verkehrsarten bezeichnet man als Umweltverbund. So ist der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) über das „regiomove“-Projekt seit Anfang der 2020er Jahre als Umweltverbund darauf ausgerichtet, nachhaltige intermodale Mobilität zu fördern, d. h. Voraussetzungen zu schaffen, so dass Fahrgäste im KVV-Gebiet auch ohne privates Auto mobil zu sein können.

    *) Kurz: umverka.de/v3 = Lang: https://karlsruhe.de/mobilitaet-stadtbild/mobilitaet/motorisierter-verkehr

Den Fußverkehr als nachhaltige Verkehrsart im Umweltverbund prüfen wir anhand von vier Themen:

Nun sind wir selbst gespannt, was wir im nächsten Jahr hier berichten können, nach der Auswertung aller Fußwege-Checks. Die wesentlichen Ergebnisse werden wir an entsprechender Stelle der Karlsruher Stadtverwaltung vorbringen, um zur spürbaren Verbesserung des Fußverkehrs in Karlsruhe beizutragen.

Charlotte Kämpf für Tempo7

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